Eines der faszinierendsten und unerklärlichsten Phänomene, das unserer so
genannten Zivilisation bereits seit langer Zeit Kopfzerbrechen bereitet, ist das
so genannte Fasching. In unzivilisierten Gegenden auch bekannt als
Karneval, Fastnacht, närrische Zeit oder Gang Bang. Sind die heidnischen
Rituale zur Ausübung teilweise regional verschieden, so liegt ihnen doch dieselbe
einfache Idee zugrunde: die Bildung einer Legitimation für unkontrolliertes
Saufen, das so genannte Hasselhoffen und für ein Verhalten in der Öffentlichkeit,
das zu jeder anderen Zeit sofortige Inhaftierung, geschlossene Psychiatrie oder
zumindest ganz kräftig eins auf die Schnauze bedeuten würde.
Zum Glück begannen auch gleichzeitig die XXI.
Olympischen Winterspiele in Vancouver. Der ursprüngliche olympische
Gedanke war es, alle Völker im friedlichen Wettstreit zusammenzuführen.
"Immer der Beste zu sein und ausgezeichnet vor den
anderen" ist schon ein Leitspruch, den Homer in seiner Ilias überliefert.
Er bestimmte den Wettkampf und war
gleichzeitig das Lebensprinzip der griechischen Aristokratie. Auch der
N2-Schnitzel-Weltmeisterschaft liegt dieser Gedanke zu Grunde. Vom indischen
Tauchpraktikanten bis zum Rosenverkäufer darf fast jeder zusammen mit den
elitären N2-Tauchern an diesem Großspektakel teilnehmen. Also: " Gewinnen
ist nicht Alles, manchmal muss man einfach nur Siegen!"
Das dachten sich auch die
Sportfreunde, die im Sog der Finanzkrise ihre inzwischen kleineren Schnitzel nur
noch schnell aufessen wollten. Auf geht's also in den Weißen Schwan, den
Rüdersdorfer Tempel des guten Geschmacks.


Die ersten Spitzensportler nehmen bereits an den liebevoll dekorierten
Tischen Platz...

... und freuen sich mehr oder
weniger auf den Startschuss in eine neue Zeit der gehobenen Gastronomie.

Frisch Verliebte und alte Hasen
fiebern dem neuen Reglement entgegen.

Andreas L. aus B. erläutert noch schnell seine Strategie und die Ersten
erhalten bereits das neue Wettkampfschnitzel im kompakten Format, auch sehr gut
für Unterwegs geeignet.

Das erste Mal dabei ist Dennis W. aus P., einer der talentierten
Nachwuchssportler der NSF.

Die Zeit läuft und alle legen
sich ins Zeug um erste Weltcuppunkte auf ihrem Konto zu verbuchen.

Leider muss die
NSF-Dopingkommision die ersten Disqualifikationen vornehmen. Im Essen von
Christina T. aus F. fanden sich verbotene Substanzen wie Putenfleischreste und
ukrainische Pilze. Ekelhaft! Das Schnitzel des Andreas W. aus B. stimmte leider
nicht mit dem Regelwerk überein und unser indischer Tauchlehrer Ranjid hat
einfach versagt.

Die Wettkampffamilie L. aus B.
stellte auch noch den neuen Teilnehmer Martin, während sein Bruder, ein
Miterfinder des neuen Regelwerks versucht, die unglaubliche Zeit des mehrfachen
Weltmeisters Klaus W. aus R. zu schlagen.

Während alle Sportler schon
auf die Zielgerade biegen, erscheint kurz vor Anmeldeschluss der fünffache
Weltmeister Schorty und lässt sich noch schnell seine Portion an die
internationalen Normen der NSF anpassen.

Alle Ergebnisse werden kontinuierlich akribisch erfasst und das Endresultat
wird mit Freude erwartet.

Es ist endlich soweit, Sieger ist mit unglaublichen 8:57 Minuten der
vierfache Schnitzelweltmeister Klaus W., über die silberne Trophäe kann sich
der Überraschungszweite Tilo L. freuen. Ihn hatte wirklich keiner der Experten
auf seiner Liste. "Nur" den dritten Platz belegt sein Sohn Andreas,
trotz einer persönlichen Bestleistung.

Familie L. feiert diesen unerwarteten Triumph natürlich ausgiebig.

Hier haben wir auch mal eine wunderschöne Studie, in der wir sehen
können, wie sich der Neueinsteiger Markus O. aus F. über den vorletzten Platz
freuen kann.
Liebe Sportfreunde, das war es wieder einmal aus dem Weißen Schwan, wir sind
alle gespannt auf die Fortsetzung, schön, dass Sie wieder live dabei waren, wir
schalten zurück ins Studio,
Ihr Heinz Florian...
